• Bild © Johannes Zinner

Offenes Arbeiten

Wir verstehen gelungene Freizeitpädagogik als eine Balance aus gelenkter Freizeit und offenem Arbeiten. Unsere FreizeitpädagogInnen setzen Impulse und bieten gemeinsame Spiele, Aktivitäten und Ideen an. Gleichzeitig achten wir darauf, Phasen zu ermöglichen, in denen Kinder selbstbestimmt über ihre Zeit verfügen dürfen. Wir sind davon überzeugt, dass Kinder Phasen am Tag brauchen, in denen sie weder mit Vorgaben noch mit Leistungsdruck konfrontiert sind, um ihre eigenen Bedürfnisse besser spüren und diese berücksichtigen zu lernen. Im Zentrum steht die Begegnung mit dem Kind und seinem Umfeld mit einer offenen, empathischen Haltung.
 

Offenes Arbeiten in der Freizeitpädagogik

Die offene Arbeit stellt das Kind in seiner Gesamtheit in den Mittelpunkt. Jeder Mensch ist mündig und soll letztlich selbst entscheiden, inwieweit eigene Interessen verfolgt werden. Wichtig ist jedoch, dass konkrete Impulse bestehen, auf die jedes Kind eingehen kann, aber nicht muss.

Offenes Arbeiten beschreibt ein Konzept in dem den Kindern Raum und Zeit zur Verfügung gestellt werden damit sie mehr Selbstbestimmung im früheren Alter erlernen. Kinder sollen dabei selbst erkennen welche Bedürfnisse sie haben und wie sie diese stillen können. Das Konzept soll Kindern die Möglichkeit geben frei zu entscheiden und selbstständig zu wählen- eine wesentliche und zunehmend wichtige Kompetenz in unserer Gesellschaft. Kinder stärken ihr Bewusstsein für ihre Bedürfnisse und schätzen sich selbst besser ein, wenn sie ausreichend Gelegenheit dazu haben.

Entgegen der üblichen Vorstellung braucht offenes Arbeiten umso mehr Vorbereitung und Planung. Kinder werden über die Möglichkeiten, die ihnen zur Verfügung stehen informiert und dürfen dann frei wählen wann sie welchem Bedürfnis nachgehen. Das System muss nicht nur für die FreizeitpädagogInnen und Lehrkräfte überschaubar sein, sondern auch für die Kinder, damit diese mithilfe zusammen festgelegter Regeln davon profitieren und sich effektiv weiterbilden können.

PädagogInnen kommt daher lediglich die Aufgabe eines Begleiters zu. Kindern wird dabei das größte Geschenk unserer Zeit, nämlich Zeit für sich zu haben, zugeteilt. Die eigene Zeit ist nicht begrenzt und durch starre Planungen festgelegt, sodass ein ganz anderer Umgang erfolgen kann.
 

Beispiele für offenes Arbeiten

Hier wollen wir Ihnen Beispiele für offenes Arbeiten oder Elemente davon an Wiener Ganztagsschulen präsentieren.

Offene Arbeit im Atelier - GTVS Wulzendorfstraße

Offenes Arbeiten im Atelier ©M. MladenovicAls Freizeitpädagogin und Zeichenkurs-Leiterin an der GTVS Wulzendorfstraße konnte unsere Mitarbeiterin Jelena Mladenovic jahrelang beobachten, wie viel Kreativität und Gestaltungslust in den Kindern steckt und wie sie diese entfalten können, wenn sie dabei nicht gestört werden. Sie lernen mit Begeisterung durch eigenes Entdecken und Ausprobieren und zwar oft dort, wo es die meisten Erwachsenen nicht erwarten: im Spiel. Das Konzept der offenen Arbeit mit den Kindern im Atelier der Schule entstand nach der Idee des „Malortes“ von Arno Stern.

Lesen Sie hier den gesamten Beitrag von Jelena Mladenovic zum offenen Arbeiten in der GTVS Wulzendorfstraße: Download.

Offenes Arbeiten an der GTVS Am Schöpfwerk